Biodiversität

Biodiversität beinhaltet die biologische Vielfalt, Artenvielfalt, genetische Vielfalt und Vielfalt der Ökosysteme.

Wir stellen fest, dass die Artenvielfalt abnimmt und Ökosysteme nicht mehr ihre natürliche Funktion erfüllen können. Die Vielfalt nimmt ab, in der Natur- und in der Kulturlandschaft.

Die Biodiversitätskonvention ist von Italien unterzeichnet worden und zur Umsetzung der Ziele des Naturschutzes in Südtirol von Bedeutung.

(Italien: Convention on Biological Diversity, Fourth National Report, 31/03/2009)

Im Sinne der Biodiversitätskonvention sind Maßnahmen zu ergreifen, welche durch Biotopvernetzung, Schaffung von Korridoren, konsequenten Schutz schützenwerter Lebensräume, nachhaltige Waldwirtschaft, Schutz von naturnahem Grünland, Renaturierungen usw. der Biodiversitätskonvention Genüge tun.

Italien: Convention on Biological Diversity, Fourth National Report, 31/03/2009

II.A.4 STRATEGIC OBJECTIVE 4: TO REINFORCE COMPATIBILITY OF REGIONA AND LAND DEVELOPMENT WITH BIODIVERSITY IN THE EU

Headline target: Regional and land development benefiting biodiversity, and negative impacts on biodiversity prevented and minimised or, where unavoidable, adequately compensated for, from 2006 onwards Land ecological connectivity, habitat fragmentation and defragmentation The Habitat Directive (art. 10) includes those land elements that appropriately support ecological connectivity in the indications for correct biodiversity planning. Paragraph 3, Article 3 of DPR 357/97 strengthens this concept in consideration of evolution in scientific knowledge and, in relation to this specific matter, deliberately decided to invest on ecological networks as the reference for eco-compatible planning models.

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Für die Umsetzung der Biodiversitätskonvention in Südtirol und zur Entwicklung von Strategien muss die Rote Liste (Arten und  Habitate) und die Flora-Fauna-Habitatrichtlinie herangezogen werden. Die Flora-Fauna-Habitatrichlinie definiert die zu schützenden Arten von Tieren (Fauna), Pflanzen (Flora) und den Schutz der Lebensräume (Habitate).

Die Lebensraumvernetzung und die Einrichtung von Korridoren sind notwendig, um den Fortbestand von Arten zu sichern und Lebensräume zu erhalten.

Die Lebensraumvernetzung ist dort notwendig, wo Lebensräume voneinander getrennt oder isoliert sind. Vielfach sind Auwaldreste durch den Hochwasserschutz von Bächen abgekoppelt worden. Auwälder sind auf das lebensspendende Nass der Bäche angewiesen, sie brauchen Überflutungen.

Straßen zerteilen Lebensräume und viele Tiere werden auf Straßen überfahren. Auf der Autobahn in Südtirol werden sogar Bären überfahren, welche ausgedehnte Wanderungen machen.

Wildwechsel von Hirschen und Rehen sind oft mit Hinweisschildern gekennzeichnet. Kleine Straßen, ob Hofzufahrten oder Gemeindestraßen werden vielen kleinen Tieren zum Verhängnis, wie z.B. Fröschen. So kommt es auch vor, dass seltene Tiere überfahren werden.

Gelbbauchunke
Überfahrene Gelbbauchunke: das Vorkommen der Gelbbauchunke ist in Südtirol ungenügend erfasst. Die Gelbbauchunke ist geschützt und gefährdet (VU).

Amphibien, wie etwa die Gelbbauchunke, werden nicht nur überfahren. Der Lebensraum der Gelbbauchunke, der Tümpel, ist rar geworden. In Gebieten mit Apfelmonokulturen, sind es die Pestizide, welche Fröschen, Kröten und Unken gefährlich werden, denn sie reagieren sehr empfindlich auf bestimmte Pestizide.

41% der Tierarten Südtirols sind in ihrem Bestand gefährdet. Besonders gefährdet sind Arten, welche im Bereich der Tallagen und der niederen Lagen vorkommen, in denen der Lebensraum der Arten verschwindet oder eingeschränkt wird.

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Zerstörung eines Teiches in Tisens. Ein Teich wurde aufgefüllt und Frösche und Kröten verloren ihren Lebensraum.

Durch die Zerstörung von kleinen Restbiotopen (z.B. Hecken, kleinen Feuchtgebieten, Trockenrasen usw.) in der Kulturlandschaft, durch die Intensivierung der Landwirtschaft (z.B. Umwandlung von Wiesen in Obstplantagen, Überdüngung von Wiesen usw) und durch die Einengung von Lebensräumen (z.B. Verschwinden von Ufergehölzen) werden Tierarten in ihrem Bestand gefährdet und drohen langfristig auszusterben.

 

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Apfelmonokultur im Etschtalboden, artenreiche Wälder und natürliche Felsen auf den Berghängen.

Der Etschtalboden ist eine ausgeräumte Kulturlandschaft, in dem sich bebaute und versiegelte Flächen immer weiter ausdehnen. Die Landwirtschaft ist durch den Apfelanbau bestimmt, artenarme mit Pestiziden behandelte Flächen, welche oft mit Hagelnetzten bedeckt werden. Um 1900 fanden sich noch ausgedehnte Auwälder und viele Sumpfwiesen, von denen Flurnamen wie Ried und Möser heute noch zeugen. Doch von den Feuchtgebieten ist wenig bis nichts übrig geblieben. Nur entlang von Gewässern und in Biotopen findet sich noch ein spärlicher Rest der einstigen Vielfalt.

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Kohldistel, einst eine häufige Feuchtwiesenart, heute im Etschtal eine Seltenheit

Das Artenschutzzentrum St. Georgen ist für den Erhalt der Artenvielfalt, der Lebensräume der Arten und der Vielfalt der Ökosysteme. Im Rahmen der begrenzten Möglichkeiten machen wir Vereinsmitglieder auf den Verlust der Artenvielfalt und die negative Beeinträchtigung von Ökosystemen aufmerksam. Dies geschieht in Form von Intervention und Information von Behörden und Politikern, in Form von Artikeln in Medien, durch Information der Presse, in Form von Leserbriefen, usw.

KONTAKT: biologicaldiversitybz@gmail.com