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Biodiversität

Biodiversität beinhaltet die biologische Vielfalt, Artenvielfalt, genetische Vielfalt und Vielfalt der Ökosysteme.

Wissenschaftler um Sean Maxwell von der University of Queensland in Brisbane (Australien) analysierten ca. 8700 Spezies, die auf der Roten Liste bedrohter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) stehen. Sie stellten fest, dass 72 Prozent von ihnen durch die Übernutzung von Ressourcen bedroht sind.  4000 Spezies sind durch Waldrodungen bedroht und der zweitwichtigste Faktor ist die Landwirtschaft, die 62 Prozent der einbezogenen Arten trifft.

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Übernutzte Ressource Wasser: trockengefallener Bach in der Gemeinde Gargazon

Die Artenvielfalt nimmt weltweit ab und geht verloren. Doch sind nicht nur Arten gefährdet sondern ganze Ökosysteme, welche die Biosphäre der Erde am Leben erhalten, wie etwa die tropischen Regenwälder. Regenwälder und die borealen Nadelwälder der Nordhemisphäre sind die großen Sauerstoffproduzenten der Erde, die grünen Lungen der Erde. Berechnungen zufolge nimmt allein der Amazonas-Regenwald etwa zwei Milliarden Tonnen CO2 im Jahr auf, eine Ökosystemleistung des Waldes. Der Regenwald des Amazonas leistet damit einen Dienst für die gesamte Menschheit und das Klima des Planeten Erde. Der Regenwald ist darüberhinaus bekannt für seinen Artenreichtum, er ist ein Hotspot der globalen Biodiversität.

Doch sind die Wälder in Gefahr, natürliche tropische Regenwälder werden zu landwirschaftlichen Intensivkulturen und die Nadelwälder des Nordens (z.B. Schweden, Kanada, Russland) werden intensiv forstwirtschaftlich genutzt. Kahlschlagflächen bestimmen ganze Landstriche. Ebenso dramatisch ist die Situation der Weltmeere, welche leergefischt sind und mit Plastik zugemüllt werden.

Der Biodiversitätsverlust und die Zerstörung der Natur auf dem Planeten Erde wirft auch moralische Fragen auf. In der Enzyklika „LAUDATO SI“ von Papst Franziskus wird Patriarch Bartholomäus zitiert: „Dass Menschen die biologische Vielfalt in der göttlichen Schöpfung zerstören; dass Menschen die Unversehrtheit der Erde zerstören, indem sie Klimawandel verursachen, indem sie die Erde von ihren natürlichen Wäldern entblößen oder ihre Feuchtgebiete zerstören; dass Menschen anderen Menschen Schaden zufügen und sie krank machen, indem sie die Gewässer der Erde, ihren Boden und ihre Luft mit giftigen Substanzen verschmutzen – all das sind Sünden.“ Denn „ein Verbrechen gegen die Natur zu begehen, ist eine Sünde gegen uns selbst und eine Sünde gegen Gott.“ 

Ein systematisches Biodiversitätsmonitoring wurde 2018 für Südtirol beschlossen, das von der EURAC Bozen (Abteilung alpine Umwelt), durchgeführt wird. Die weitere Entwicklung der Artenvielfalt Südtirols wird wissenschaftlich dokumentiert.

Kein systematisches Monitoring wird bei Revitalisierungen und Renaturierungen von Flüssen und Auen durchgeführt, obwohl in einer Studie die systematische Erfassung des Zustandes der Flüsse und Auen gefordert wurde. 2016 behaupteten einige Vertreter von Umweltschutzvereinen zu kontrollieren und kritisch zu sein (mehr dazu auf http://biodiversitaet.bz.it/revitalisierung-wasserrahmenrichtlinie/).

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Dünen gehören zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen in Europa

 

Im Jahr 1993 trat die Biodiversitätskonvention (Übereinkommen über die biologische Vielfalt) in Kraft. 1992 während der Rio- Konferenz wurde das Übereinkommen unterzeichnet. Mit Stand März 2017 hat das Übereinkommen 196 Vertragspartner und wurde von 168 Staaten sowie der Europäischen Union unterzeichnet. Die Europäische Union hat eine umfassende Strategie zum Schutz der Biodiversität erstellt.

Die Natur Europas, Ökosysteme und die Artenvielfalt, befindet sich teils in einem schlechtem Zustand, der WWF Deutschland berichtet:

  • 47 Prozent der europäischen Fischbestände werden als überfischt klassifiziert. Besonders bedenklich ist die Situation beispielsweise im Nordatlantik (64%) und noch dramatischer im Mittelmeer (93%). (Europäische Kommission, Konsultation zu den Fangmöglichkeiten 2013).
  • Als schwerwiegendste Bedrohungsfaktoren für die terrestrischen Ökosysteme wurde die „Landwirtschaft“ und „Eingriffe in die natürlichen Gegebenheiten“ (z.B. Eingriff in Wasserhaushalte, Verringerung des Biotopverbunds etc.) identifiziert (Europäische Kommission, State of Nature Report 2015).

(https://www.wwf.de/themen-projekte/biologische-vielfalt/reichtum-der-natur/biodiversitaet-in-europa/)

Gefährung von Tier- und Pflanzenarten:

 

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Viele Pflanzenarten sind gefährdet und die Roten Listen sind lang. Im Trentino sind 30,6% gefährdet, in der Provinz Belluno 24% und 38,5% bzw. 55,6% in Nord- und Osttirol. 33,4% in Österrreich und in der Schweiz sind 45% gefährdet. Die Flora Südtirols umfasst 2578 Arten und Unterarten (Katalog Gefäßpflanzen) und viele Arten sind gefährdet oder auch ausgestorben, mehr zur Flora http://biodiversitaet.bz.it/flora/

 

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Smaragdeidechse (Lacerta bilineata), stark gefährdet, geschützt FFH- Richtlinie Anhang IV

 

41 % der Tierarten sind in Südtirol gefährdet. In Österreich sind von den Wirbeltieren 47 Arten, das sind 10% der Wirbeltiere, in der Kategorie vom Aussterben bedroht geführt, mit einer Aussterbenswahrscheinlichkeit innerhalb der nächsten Jahre von über 50%. Laut Rote Liste der Schweiz in der Fassung von 1994 (wurde inzwischen für einige Tiergruppen überarbeitet) sind insgesamt 41% der Tierarten gefährdet (Kat. 0-3). Der Prozentsatz ist bei den Wirbeltieren höher als bei den Wirbellosen. Spitzenreiter sind die Amphibien und Reptilien, mit 95% bzw. 80% gefährdeten Arten, über deren Lebensweise, Verbreitung und Gefährdungsursachen wir recht gut Bescheid wissen. Trotzdem sind gerade Amphibien und Reptilien immer noch gefährdet und in Südtirol sterben die letzten Laubfrösche aus. Mehr zur Gefährdung der Tierarten in Südtirol siehe http://biodiversitaet.bz.it/fauna-2/

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Hummel auf Sumpfschwertlilie

 

 

Der Verlust an Artenvielfalt drückt sich in den Roten Listen aus. Einige Arten wurden systematisch ausgerottet und kehren heute wieder eigenständig zurück, wie der Wolf. Andere wiederum wurden ausgerottet und kehren vielleicht in Zukunft zurück, sofern Wiederansiedlungsprojekte gestartet werden (z.B. Sumpfschildkröte usw). Während beim Wolf der konsequente Schutz ausreicht, dass er wieder in die Alpen zurückkehrt, gelingt dies bei vielen anderen Arten nicht.

Gefährdung der genetischen Vielfalt:

Neben dem Artenverlust ist auch der Verlust der genetischen Vielfalt zu beobachten. Die genetische Vielfalt auch innerhalb von Arten ist beachtlich, man denke an die vielen verschiedenen Hunderassen die es gibt. Auch die genetische Vielfalt, einzelner Populationen oder Ökotypen, in der Natur ist groß. Der Verlust der genetischen Vielfalt ist z.B. bei Forellen Europas bemerkbar. Genetisch reine autochthone Marmorierte Forellen gibt es in Südtirols Gewässern keine mehr und bei Fischen ist durch Fischbesatz genetische Vielfalt verloren gegangen und Ökosysteme wurden verändert. Einer der häufigsten Fische Südtirols, nämlich die Bachforelle, ist kein einheimischer Fisch. Mehr dazu auf  (http://biodiversitaet.bz.it/2017/11/29/fische/).

Besonders betroffen vom genetischen Verlust ist auch die Landwirtschaft, alte Nutztierrassen und Kultursorten von Obst und Gemüse sind vielfach Raritäten oder ganz einfach schon ausgestorben. Die industrialisierte Landwirtschaft bedient sich der Hochleistungsrassen von Tieren und Hybriden von Kulturpflanzen.

Ursachen für den Verlust der Artenvielfalt sind: 

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Lebensraumzerstörung: Ablagerung von Aushubmaterial auf dem Wuchsort der Frühlingsknotenblume (Leucojum vernum) in Völlan; Schutzstatus: geschützt, gefährdet (VU)

 

  1.  Die Zerstörung und Flächenverluste natürlicher und naturnaher Lebensräume. Wird ein Lebensraum durch menschliche Aktivitäten, beispielsweise durch Waldrodung, Bebauung oder Änderung, bzw. Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung verkleinert oder verändert, verliert er seinen Artenbestand ganz oder teilweise. Grund für diese Zerstörung sind Kulturmaßnahmen, Meliorierungen und das Verschwinden von Brachflächen, Ufergehölzen, Auresten, Hecken, Kiesbänken usw.

  2.  Übernutzung, z. B. durch Überweidung, Überfischung und unkontrolliertes (illegales) Bejagen oder Sammeln, degradiert Ökosysteme, was mit einem Verlust an Arten einhergeht.

  3.  Verschmutzung: Verschmutzungen belasten die Ökosysteme (Luft, Wasser, Boden). Pestizide aus der Landwirtschaft, der Eintrag von Stickstoff und Phosphor in Gewässerökosysteme, der Eintrag von Nährstoffen in naturnahe Lebensräume mit Arten, welche auf nährstoffarme Umweltverhältnisse angewiesen sind, spielen für den Artenverlust eine entscheidene Rolle. Viele der ausgestorbenen bzw. gefährdeten Pflanzenarten sind auf nährstoffarme Standorte angewiesen.

  4. Die Verdrängung einheimischer Arten durch invasive Arten/ Neobiota: Invasive Arten treten mit den natürlich vorkommenden Arten in Konkurrenz um Lebensraum und Ressourcen. Sie können dadurch andere Arten oder ganze Artengemeinschaften verdrängen und Ökosysteme verändern.
  5. Klimawandel: Veränderungen von Artarealen in Europa infolge klimatischer Veränderungen sind im Prinzip ein natürlicher Vorgang. Viele Arten kommen heute isoliert vor und ihre Wanderung und Ausbreitung auf andere Flächen ist nicht mehr möglich. Zudem fehlt es an Rückzugsräumen, z.B. Nährstoffarme landwirtschaftliche Flächen. Der Klimawandel ist für den Biodiverstitätshotspot Korallenriff die Hauptgefährdungsursache.

 

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Lebensraumzerstörung: Ein Teich in Tisens wurde aufgefüllt und die artenreiche Wiese „melioriert“. Frösche und Kröten verloren ihren Lebensraum.

 

In Südtirol erfolgen häufig sogenannte Bagatelleingriffe (https://www.salto.bz/de/article/30052014/suedtiroler-biologen-gegen-bagatelleingriffe-die-landschaft) , mit welchen aber auch Moore und andere schützenswerte Lebensräume zerstört werden.

 Invasive Arten: Invasive Neobiota/ Alien species

 

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Robiniengehölz (Robinie= invasiver Neophyt) überwuchert eine Fläche im Natura 2000 Gebiet Falschauer nach der Revitalisierung

 

Ursprünglich bei uns nicht heimische Pflanzen-, Pilz- und Tierarten werden als „Neobiota“ (neo= neu, biota= Lebewesen) bezeichnet. Bei Pflanzen spricht man von Neophyten, bei Tieren von Neozoen und bei Pilzen von Neomycteten. Unter diesen Begriffen versteht man jene Tier- Pflanzen oder Pilzarten, die seit der Entdeckung Amerikas im Jahre 1492 durch menschlichen Einfluss in neue Regionen gelangt sind. Nicht alle Neobiota sind auch invasiv.

An invasive alien species (IAS) is a species that is established outside of its natural past or present distribution, whose introduction and/or spread threaten biological diversity” Convention on Biological Diversity.” Weltnaturschutzorganisation IUCN

Von diesen Neuankömmlingen schafft es nur ein Bruchteil, sich dauerhaft in der neuen Umgebung zu etablieren, und einige werden zu invasiven Neobiota.

“Invasive alien species are a major driver of biodiversity loss. In fact, an analysis of the IUCN Red List shows that they are the second most common threat associated with species that have gone completely extinct, and are the most common threat associated with extinctions of amphibians, reptiles and mammals.” Weltnaturschutzorganisation IUCN zu den invasiven Neobiota.

Besonders gefährdet durch Renaturierungen und Revitialisierungen sind Südtirols Auwälder, welche in vielen Biotopen gerodet und damit zerstört werden. Arten wie Fledermäuse in Bäumen oder Schmetterlingsraupen auf Weiden verlieren dadurch ihren Lebensraum. Auf den Rodungsflächen breiten sich zudem invasive Neophyten und ruderale Arten (Unkraut) aus. Siehe http://biodiversitaet.bz.it/revitalisierung-wasserrahmenrichtlinie/

Die Mitgliedsstaaten der EU haben sich auf eine Biodiversitätsstrategie bis 2020 geeinigt: http://ec.europa.eu/environment/pubs/pdf/factsheets/biodiversity_2020/2020%20Biodiversity%20Factsheet_DE.pdf

Italien: Convention on Biological Diversity, Fourth National Report, 31/03/2009

II.A.4 STRATEGIC OBJECTIVE 4: TO REINFORCE COMPATIBILITY OF REGIONA AND LAND DEVELOPMENT WITH BIODIVERSITY IN THE EU

Headline target: Regional and land development benefiting biodiversity, and negative impacts on biodiversity prevented and minimised or, where unavoidable, adequately compensated for, from 2006 onwards Land ecological connectivity, habitat fragmentation and defragmentation The Habitat Directive (art. 10) includes those land elements that appropriately support ecological connectivity in the indications for correct biodiversity planning. Paragraph 3, Article 3 of DPR 357/97 strengthens this concept in consideration of evolution in scientific knowledge and, in relation to this specific matter, deliberately decided to invest on ecological networks as the reference for eco-compatible planning models.

Für die Umsetzung der Biodiversitätskonvention in Südtirol und zur Entwicklung von Strategien muss die Flora-Fauna-Habitatrichtlinie herangezogen werden. Die Flora-Fauna-Habitatrichlinie definiert die zu schützenden Arten von Tieren (Fauna), Pflanzen (Flora) und den Schutz der Lebensräume (Habitate).

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Verkehrswege sind eine Ursache für die Gefährdung von Arten

Im Sinne der Biodiversitätskonvention sind Maßnahmen zu ergreifen, welche durch Biotopvernetzung, durch die Schaffung von Korridoren, durch den konsequenten Schutz schützenwerter Lebensräume, durch nachhaltige Waldwirtschaft, durch Schutz von naturnahem Grünland und durch Schutz vor Revitalisierungen und Renaturierungen von Auwäldern, die Grundlage schaffen, das bestehende natürliche Erbe Südtirols zu erhalten.

Die Lebensraumvernetzung und die Einrichtung von Korridoren sind notwendig, um den Fortbestand von Arten zu sichern und Lebensräume zu erhalten.

Die Lebensraumvernetzung ist dort notwendig, wo Lebensräume voneinander getrennt oder isoliert sind. Vielfach sind Auwaldreste durch den Hochwasserschutz von Bächen abgekoppelt worden. Auwälder sind auf das lebensspendende Nass der Bäche angewiesen, sie brauchen Überflutungen.

Straßen zerteilen Lebensräume und Naturlandschaften und viele Tiere werden auf Straßen überfahren. Auf der Autobahn in Südtirol werden sogar Bären überfahren.

Wildwechsel von Hirschen und Rehen sind oft mit Hinweisschildern gekennzeichnet. Kleine Straßen, ob Hofzufahrten oder Gemeindestraßen werden vielen kleinen Tieren zum Verhängnis, wie z.B. Fröschen. So kommt es auch vor, dass seltene Tiere überfahren werden.

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Überfahrene Gelbbauchunke: das Vorkommen der Gelbbauchunke ist in Südtirol ungenügend erfasst. Die Gelbbauchunke ist geschützt und gefährdet (VU).

 

Besonders gefährdet sind Arten, welche im Bereich der Tallagen und der niederen Lagen vorkommen, in denen der Lebensraum der Arten verschwindet oder eingeschränkt wird. Die weitere Ausbreitung der Apfelmonokulturen im Vinschgau gefährdet die Zukunft von Wiesenbrütern wie Feldlerchen und Wachteln.

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Der Etschtalboden ist eine ausgeräumte Kulturlandschaft, in dem sich bebaute und versiegelte Flächen immer weiter ausdehnen. Die Landwirtschaft ist durch den Apfelanbau bestimmt, artenarme mit Pestiziden behandelte Flächen, welche oft mit Hagelnetzten bedeckt werden. Um 1900 fanden sich noch ausgedehnte Auwälder und viele Sumpfwiesen, von denen Flurnamen wie Ried und Möser heute noch zeugen. Doch von den Feuchtgebieten ist wenig bis nichts übrig geblieben. Nur entlang von Gewässern und in Biotopen findet sich noch ein spärlicher Rest der einstigen Vielfalt.

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Kohl- Kratzdistel, einst eine häufige und charakteristische Feuchtwiesenart, heute im Etschtal eine Seltenheit. Trotzdem steht sie nicht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.